Facebook? Twitter? Oder besser doch ein Blog?

Facebook? Twitter? Oder besser doch ein Blog?
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Social MediaIn den letzten Wochen wurde mir von Kunden mehrfach die Frage gestellt, wo denn nun eigentlich die Unterschiede liegen zwischen Twitter, Facebook und einem eigenen Blog. Und was sollte man denn nun haben, worauf kommt es an?

Das habe ich zum Anlass genommen, zu diesem Thema ein Newsletter-Thema zu verfassen. Vielleicht ist die Frage ja auch für Sie interessant.

Warum überhaupt „Social Media“

Gerade für Einzelunternehmer ist es ausgesprochen wichtig, nicht nur das eigene Unternehmen oder die eigene Dienstleistung im Netz zu präsentieren, sondern auch ein Stückweit die eigene Persönlichkeit und natürlich auch die eigene Expertise.

Warum?

Angenommen, Sie sind als Webdesigner tätig. Dann sind Sie mit diesem Angebot sicher nicht der einzige Anbieter in Ihrem Einsatzbereich. Das Angebot an Webdesignern in Deutschland ist groß und vielfältig.

Warum sollte ein Kunde also jetzt ausgerechnet Sie beauftragen? Was unterscheidet Sie von all den anderen Webdesignern da draußen am Markt?

Ihre Ausbildung? Ihr Stil? Ihre Art zu arbeiten?

Merken Sie etwas? Ihr Kunde beauftragt eigentlich nicht „den Webdesigner“. Er beauftragt Max Meyer, Ralf Schmidt oder Kerstin Musterfrau.

Aber wie soll der Kunde jetzt entscheiden, ob er lieber Max Meyer, Ralf Schmidt oder Kerstin Musterfrau beauftragt? Bei wem „passt die Chemie“?

Und da kommt „Social Media“ ins Spiel.

Die Zeiten, als Kunden einen Blick in die „Gelben Seiten“ warfen und im Zweifelsfall den Dienstleiter beauftragt, der ganz oben steht oder den mit der auffälligsten Anzeige sind lange vorbei. Und selbst damals hat man vermutlich schon einmal im Freundes- und Bekanntenkreis gefragt, ob man Erfahrungen mit xyz hat und wen man empfehlen könne.

Heute informieren sich Ihre potenziellen Kunden überwiegend im Internet. Was früher der Eintrag in die „Gelben Seiten“ war, ist heute die eigene Website.

Allerdings werden die allerwenigsten Kunden Sie sofort nach dem ersten Besuch auf Ihrer Website beauftragen. Interessenten wollen mehr von Ihnen wissen, um Vertrauen zu Ihnen zu gewinnen und sich sicher zu sein: „Ja, mit dem/der möchte ich zusammen arbeiten!“

Und um genau dieses Vertrauensverhältnis zu Ihren Kunden aufzubauen, sind Facebook und Twitter sowie ein eigenes Blog sehr gut geeignet.

Twitter

TwitterIch selbst habe erst vor einigen Monaten damit begonnen, mich etwas intensiver mit Twitter auseinanderzusetzen. Irgendwie war dieses Medium mir doch recht lange suspekt. 140 Zeichen … Was kann man da schon sagen? Welche Message kann man damit transportieren?

Meine persönliche Erfahrung nach ca. 7 Monaten: Zuerst einmal macht es einfach Spaß ☺ … Ich habe in meiner Timeline zwischenzeitlich ein paar sehr interessante Menschen, bei denen es einfach Spaß macht, sie zu lesen. Lustig, unterhaltsam, informativ … Von allem etwas.

Ich selbst finde es toll, dass ich über Twitter ganz schnell mal einen tollen Artikel, den ich gerade irgendwo gelesen habe, an möglichst viele Menschen weitergeben kann. Was mich interessiert, ist ja vielleicht auch für den ein oder anderen meiner Follower interessant ☺

Außerdem kann man über Twitter auch sehr gut etwas Persönlichkeit zeigen (Was interessiert mich privat? Worüber kann ich mich freuen? Was mache ich gerade?).

Natürlich ist es hier wie mit vielem anderen auch: Die Dosierung macht es. Wenn jemand 24 Stunden am Tag jeden Schritt über Twitter kommentiert, empfinde ich das als ausgesprochen nervig. Aber hier und da mal eine Info, z.B. dass man den Arbeitstag bei Sommerwetter auf der Terrasse genießt oder gerade viel Spaß auf einem Jazzfestival hat – Das finde ich ausgesprochen sympathisch.

Der Nachteil von Twitter: Es ist schnelllebig. Ein Tweet taucht in der Timeline auf und rutscht mit jedem nachfolgenden Tweet ein Stückchen weiter nach unten. Nach einer Stunde ist ein Tweet alt und wird vermutlich von niemanden mehr gelesen. Und auch, die Interaktion mit Followern ist auf Twitter eher eingeschränkt möglich.

Daher eignet sich Twitter kaum zum Aufbau eines Expertenstatus. Dafür gibt es geeignetere Instrumente.

Facebook

FacebookZu Facebook habe ich erst kürzlich einen Artikel auf meinem Blog veröffentlicht, in dem ich insbesondere auf die Unterschiede zwischen privatem Profil und Firmenpage eingegangen bin. Falls Sie dazu mehr wissen möchten, hier geht es zum Artikel.

In Facebook können Sie nicht nur Mitteilungen posten, sondern auch interessante Videos oder Bilder einbetten und sogar Umfragen starten.

Seit Einführung der neuen Facebook-Chronik kann man auf den Fanpages nun auch bestimmte Meldungen als „Highlight“ markieren und damit hervorheben sowie „Meilensteine“ definieren, um die Geschichte des Unternehmens ansprechend abzubilden.

Es ist allerdings schon recht viel Arbeit und erfordert viel Engagement, wirklich mit seinen Kontakten ins Gespräch zu kommen. Wenn Sie es aber geschafft haben, ist Facebook eine tolle Möglichkeit, sich zu präsentieren und in den direkten Dialog mit Ihrer Zielgruppe zu kommen.

Auch kommt es darauf an, welche Zielgruppe Sie ansprechen wollen. Facebook ist aus meiner persönlichen Erfahrung nicht für jede Zielgruppe das Social Media-Medium der Wahl. Insbesondere für das Netzwerken mit Geschäftskontakten eignen sich Portale wie XING oder LinkedIn deutlich besser.

Blog

BlogWährend Twitter und Facebook gute Instrumente sind, sich selbst auch von einer persönlichen Seite zu zeigen, ist ein Blog das ideale Instrument, um zu zeigen, dass Sie wirklich Ahnung von Ihrem Thema haben. Also einen „Expertenstatus“ aufzubauen.

Wenn Sie in Ihrem Blog regelmäßig Artikel zu Ihrem Fachthema veröffentlichen, die einen wirklichen Mehrwert für Ihre Kunden bringen, hat das gleich mehrere Vorteile:

Suchmaschinen erkennen, dass Ihre Website (bzw. Ihr Blog) regelmäßig aktualisiert wird. Das gibt Pluspunkte beim Suchmaschinenranking, den Google und Co. lieben „lebendige“ Websites mit immer wieder neuen Inhalten.

Wenn Ihre Artikel gut sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese von Lesern weiter empfohlen werden, z.B. über Facebook oder Twitter. Oder dass Ihre Artikel in anderen Blogs erwähnt werden und von dort verlinkt werden. Das sorgt dafür, dass Ihr Blog immer bekannter wird und immer mehr Leser findet.

Und last not least: Ein Besucher, der Ihre Website im Internet gefunden hat kann sich über Ihre Artikel ein gutes Bild von Ihnen machen. Wie Sie denken, welchen Stil Sie haben, wie Sie arbeiten ….

Und wenn Ihr Blog für den Leser wirklich interessant ist, dann wird er dieses vielleicht abonnieren und bleibt so in Kontakt mit Ihnen und Ihrer Dienstleistung.

Zusammenfassung

Jedes Medium in Social Media hat seine eigene „Funktionsweise“ und spricht die Nutzer auf unterschiedliche Arten an.

Ich finde es sinnvoll, zwei bis drei verschiedene Medien zu nutzen, um sich selbst zu präsentieren, sichtbar zu werden und zu bleiben und im Kontakt mit Interessenten zu bleiben. Aber achten Sie darauf, dass Sie sich nicht verzetteln. Lieber in zwei Medien wirklich präsent sein, als in zu vielen Netzwerken zwar angemeldet, aber wenig aktiv.

Und obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte: Sich „präsentieren“ und „sichtbar zu sein“ bedeutet nicht, täglich, womöglich mehrmals, immer nur ein und den selben Werbe-Link zu posten. Ganz im Gegenteil … Direkte Werbung wird in Social Media nicht gern gesehen und ist dort eher schädlich als nützlich. Machen Sie lieber mit Inhalten auf sich aufmerksam.

Falls dieser Artikel Lust auf Vernetzung gemacht hat, dann freue ich mich, Sie in meinen Netzwerken willkommen zu heißen:

XING: https://www.xing.com/profile/Michaela_Steidl?sc_o=mxb_p
Twitter: http://twitter.com/buerosmart
Facebook: http://www.facebook.com/buerosmart

Bildquellen:

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2 Responses to Facebook? Twitter? Oder besser doch ein Blog?

  1. Hallo Michaela,
    vermutlich kennst du mich noch als den Leser deines WordPress-Bistro, denn bei dir kommentierte ich in der Vergangenheit mehrmals. Hier weiss ich es noch nicht, ob du dieses Blog noch betreibst und Kommentare online gehen lässt. Ich versuche mal mein Glück und schaue einfach danach, ob es etwas bringt, wenn du wieder hier warst.

    Ich komme heute gezielt zu dir, weil ich nach Blogger-Tipps in Google suchte und du bist dort irgendwo in den Top 100 mit diesem Post vertreten. Ich blogge ja schon selbst seit etlichen Jahren und kenne die Blog-Vorteile, die ich auch ausnutze. Als Experte gelte so nicht, weil ich mich so nicht bezeichnen möchte. Ich bin viel mehr ein CMS-Nutzer und bloggender Webmaster mit eigens gemachten und erprobten Erfahrungen, die ich gerne an meine Stammleserschaft weitergeben möchte. Im Laufe des Bloggertums haben sich einige Tipps und Herangehensweisen herauskristallisiert, die ich gerne empfehlen möchte. Darauf basiert mein Blogging.

    Social Media bringt mir weitaus viel weniger als würde ich bloggen. Blogs habe ich lieber und vor allem möchte ich weiterhin das Kommentieren auf anderen Blogs supporten und diese Art und Weise als Blogger leben. Gerne kommuniziere ich mi dir und anderen Gleichgesinnten über Blog-Kommentare, denn diese gehören einem jeden Blog und bleiben dort, wo sie auch verfasst wurden.

    Es ist wahrlich schwer zu sagen, ob meine CMS-Zielgruppe auf Facebook ist, da wo fast jeder nur mit WordPress arbeitet. WP behandele ich selten und meistens eher wenig genutzte CMS hierzulande.

    • Hallo Alexander,

      dieser Beitrag war schon komplett aus meinem Gedächtnis verschwunden – ist ja auch schon ein Weile her, dass ich ihn geschrieben habe.

      Der Blog hier ist ein sentimentales Überbleibsel – aktiv bin ich tatsächlich nur noch im WP Bistro.

      Wie ich im Beitrag geschrieben habe, das Miteinander von Blog und Social Media macht für mich persönlich die Würze aus. Ich kann mir das eine oder das andere heute gar nicht mehr vorstellen 😉

      Herzliche Grüße
      Michaela

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