Evernote – Schluss mit der Zettelwirtschaft

Evernote – Schluss mit der Zettelwirtschaft
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Kennen Sie das? Überall auf dem Schreibtisch liegen irgendwelche Zettel, auf die Telefon-Notizen, spontane Ideen oder die To Do-Liste von morgen gekritzelt sind.

Das Problem: Wenn man einen dieser Zettel mal dringend braucht, ist er nicht zu finden. Verschwunden. Verloren gegangen unter einem Stapel ähnlicher Notizen.

Ich bin schon lange kein Freund von Notizzetteln und Post-Its mehr. Aus genau diesem Grund. Man notiert etwas, aber wenn man die Notiz dann wirklich mal braucht, ist sie nicht mehr da.

Als echter iPhone-Fan war für mich lange Zeit die App „Awesome Notes“ die perfekte Alternative zum Zettelchaos. Das iPhone habe ich fast immer bei mir, und wann immer es etwas zu notieren gibt, wurde es in die App getippt. Schneller, als nach Stift und Zettel zu suchen ist es allemal.

Einziger Nachteil: Meine Notizen sind nur auf dem iPhone gespeichert.

Vor ein paar Wochen habe ich dann eine wirklich tolle Alternative gefunden: Evernote.

Evernote ist unter den mir bekannten Apps die mit den umfangreichsten Möglichkeiten. Jetzt kann ich nicht nur Notizen über die Tastatur eingeben, sondern auch Fotos – aus dem Fotoalbum oder frisch aufgenommen – und Audiodateien als Notizen speichern.

Und da Evernote für den Mac, das iPad und das iPhone verfügbar ist und auf allen drei Geräten synchron läuft, habe ich meine Notizen nun wirklich immer genau da, wo ich sie brauche.

Und das Beste: Evernote ist mit vielen anderen Apps kompatibel, so dass man ganz einfach aus anderen Apps Informationen, Dokumente oder Daten übertragen kann.

Anfangs fand ich Evernote noch ein wenig unübersichtlich, aber nachdem ich mich einmal etwas intensiver damit befasst habe, bin ich nicht nur überzeugt, sondern restlos begeistert.

Am besten lassen sich die vielen Möglichkeiten mit konkreten Beispielen beschreiben. Daher hier ein paar Ideen, wofür man Evernote nutzen kann:

Zeitmanagement

Ich habe in Evernote verschiedene Notizbücher angelegt, die ich folgendermaßen gekennzeichnet habe:

  • „1_Heute“,
  • „2_Morgen“,
  • „3_Kurzfristig“,
  • „4_nächste Woche“
  • usw.

Neue Aufgaben werden sofort in dem entsprechenden Notizbuch erfasst. Wenn ich will, kann ich z.B. Text aus einer E-Mail direkt kopieren und in eine neue Notiz übertragen. Die E-Mail kommt dann in meinen „erledigt“-Ordner, so dass mein E-Mail-Postfach immer schön aufgeräumt bleibt.

Die Notizen können mit Schlagworten versehen werden, so dass ich Sie auch über die Suchfunktion ganz schnell wieder finde.

Jeden Morgen prüfe ich meine Notizbücher „1_Heute“, „2_Morgen“ und „3_Kurzfristig“ und stelle mir aus den darin enthaltenen To Do’s meine aktuelle Tagesplanung zusammen, die ich in einer eigenen Notiz unter „1_Heute“ abspeichere.

Die Notizbücher „4_Nächste Woche“, „5_Nächsten Monat“ etc. prüfe ich immer am Wochen- bzw. Monatsanfang, um die darin enthaltenen To Do’s in die anderen drei Notizbücher zu verschieben.

So habe ich immer einen guten Überblick darüber, was wann zu tun ist.

Spontane Ideen

Die besten Ideen habe ich oft beim Autofahren. Da kann man aber nicht mal eben so einen Stift zücken und sich etwas notieren. Mit Evernote ist das überhaupt kein Problem: Ich diktiere meine Idee einfach ins iPhone und speichere die Audiodatei als Notiz im Notizbuch „Spontane Ideen“ ab.

Wenn ich zuhause bin, kann ich die Audiodatei dann noch um handschriftliche Notizen ergänzen und Sie dann in das richtige Notizbuch abspeichern, z.B. „Ideen für neuen Blogbeitrag“

„Optischer Notizzettel“

Ich studiere hin- und wieder gern mal die Aushänge am schwarzen Brett in unserem örtlichen Supermarkt, und manchmal kommt es tatsächlich vor, dass da etwas Interessantes angeboten wird. Allerdings habe ich es im verlieren der kleinen Zettelchen mit den Telefonnummern zur absoluten Meisterschaft gebracht. Und selbst wenn ich die Telefon-Nummer nicht verliere, vergesse ich mit Sicherheit, zu welchem Angebot sie jetzt eigentlich gehörte 🙂 .

Seit ich Evernote nutze, mache ich einfach ein Foto vom entsprechenden Aushang und speichere es in meinem Notizbuch ab. So habe ich Anzeige und Telefon-Nummer unverlierbar beisammen.

Checklisten

Egal ob es die Packliste für den Urlaub ist oder eine Liste mit Aufgaben, die ich für ein bestimmtes Projekt abarbeiten muss: Checklisten sind einfach praktisch. Und ich mag es, wenn ich Punkte auf einer Liste abhaken darf … Das gibt mir so ein befriedigendes Gefühl: „Wieder etwas geschafft“  🙂

Dafür gibt es bei mir in Evernote ein Notizbuch „Checklisten“. Darin sind alle meine ständig wiederkehrenden Checklisten genauso wie die einmalig abzuarbeitende Projektliste abgespeichert.

Fazit

Evernote macht einfach Spaß. Und es schafft Ordnung auf dem Schreibtisch, weil es keine handgekritzelten Zettel mehr gibt.

Die oben aufgeführten Möglichkeiten sind nur eine kleine Übersicht. Das Schöne an Evernote ist, dass es so flexibel ist, dass es wirklich jeder nach seinen individuellen Möglichkeiten anpassen kann.

Wenn Sie noch weitere Ideen haben, wie man Evernote einsetzen kann, dann teilen Sie diese doch mit uns in den Kommentaren. Und wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, dann vergeben Sie eine gute Wertung im Sterne-Ranking oben links 🙂

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7 Responses to Evernote – Schluss mit der Zettelwirtschaft

  1. Thomas says:

    …ich hatte zuerst evernote für mich entdeckt. Inzwischen kombiniere ich awsomeNOTE Damit, weil ich die Oberfläche dort für das Zeit- und Aufgabenmanagement besser finde. Lässt sich aber herrlich miteinander synchronisieren!

  2. Hallo Thomas,

    ja, das ist auch einer der großen Pluspunkte von Evernote: Das es mit vielen anderen Anwendungen synchronisiert werden kann.

    Das awesomeNote war lange meine LieblingsApp auf dem iPhone, ist aber seit dem Einsatz von Evernote bei mir zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Für mich ist die größere Flexibilität bei Evernote für das Zeitmanagement wichtig. Aber darüber kann man sicher trefflich philosophieren 😉

    Viele Grüße
    Michaela Steidl

  3. Ich kann diesem Artikel nur zustimmen: Evernote ist wirklich ein geniales Werkzeug, das ich auch täglich nutze.

    • Hallo Herr Heini,

      vielen Dank für Ihr Feedback.

      Seit ich diesen Artikel geschrieben habe, ist ja schon einiges an Zeit vergangen, und Evernote ist seitdem fast nicht mehr von meinem Schreibtisch wegzudenken 🙂

      Viele Grüße
      Michaela Steidl

  4. Detlef says:

    Hallo,

    bin leider dabei, mich wieder von Evernote zu verabschieden. Keine wiederkehrenden Aufgaben. Es ist lästig, immer wieder die Aufgaben in mehrere zukünftige Monate zu kopieren, anstelle einfach angeben zu können, dass eine Aufgabe beispielsweise immer am letzten Freitag eines Monats aufploppen soll.

    VG
    Detlef

    • Hallo Detlef,

      für die regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben nutze ich persönlich die Erinnerungen auf dem Mac.

      Trotzdem möchte ich Evernote nicht missen – Dafür bietet es mir persönlich einfach zu viele Möglichkeiten der Organisation. Flexibel genug für jemanden, der auch leicht mal ins Chaos abdriftet 🙂

      Herzliche Grüße
      Michaela

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